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Unser Verstand kennt nur Wissen. Man kann ihn sich vorstellen, wie einen sehr leistungsfähigen, biologischen Computer. Von alleine kann er gar nichts. Nur für eine gewisse  Grundprogrammierung, wie Hunger, Durst, Sexualtrieb, etc., wurde über unsere Instinkte gesorgt. Aber er speichert alle Erfahrungen ab und ist in der Lage sogenannte Transferleistungen zu erbringen. Das heißt, hat er eine bestimmte Erfahrung abgespeichert,  dann kann er diese Erfahrung auch  in ähnlich gelagerten Fällen anwenden und entsprechend reagieren. In der Informatik spricht man vom EVA-Prinzip: E=Eingabe, V=Verarbeitung, A=Ausgabe (Reaktion). Der Verstand ist also zusammengefasst eine Art Reproduzier-Maschine,  die wir Menschen benötigen und benutzen, um überleben zu können.

1899 begannen die Brüder Wright mit dem Bau des ersten Flugapparates und der Verstand dieser Menschen war sicher wesentlich an der Konstruktion und den nötigen Berechnungen beteiligt. Aber davor gab es eine Phase, in der diese Menschen über den  Verstand hinaus wachsen mussten. Zu dieser Zeit wusste kein Mensch, dass man mit Flugzeugen fliegen kann, also musste man zuerst daran glauben und dieser Glauben sitzt nun mal nicht im Verstand, sondern im Herzen. Diese Menschen hatten eine Vision, oder  Inspiration, oder eben den Glauben, dass Menschen fliegen können. Glauben heißt also „Nicht-Wissen".

Ich wählte dieses Beispiel aus, weil es so einleuchtend ist, aber das Prinzip lässt sich auf alle Menschen übertragen und mit alltäglichen Beispielen belegen. Nehmen wir ein Kind, das in der Schule versucht hat, ein Bild zu malen und von den  Klassenkameraden ausgelacht wurde, weil das Bild nicht so gelungen war. 30 Jahre später weiß dieser Mensch nicht, ob er malen kann, oder nicht. Aber er hat wahrscheinlich den Glaubenssatz aus seiner Kindheit übernommen „ich kann nicht  malen". Im Normalfall wird ein solcher Mensch sich sein Leben lang nicht mehr trauen Bilder zu malen, er wird das Thema eher meiden. Was wäre gewesen, wenn es Picasso ähnlich ergangen wäre? Gott sein Dank hatte er aber eine Vision, oder Inspiration,  oder eben den Glauben, dass er etwas Wunderbares erschaffen kann.

Glauben ist für mich also DIE treibende Kraft in unserem Leben. Die Kraft, die etwas ganz neues erschaffen kann, wie Flugzeuge, Musik, Wolkenkratzer, Brücken und Kunst. Aber er ist auch eine Kraft, die uns einschränken kann. Wenn Du glaubst,  Du kannst etwas nicht, dann wird es in Deinem Leben genau so sein. Dein Leben entspricht Deinen (im Verstand abgespeicherten) Erfahrungen, die reproduziert werden plus Deinen Glaubenssätzen. Wenn Du glaubst, das Leben ist ein Kampf, dann wirst Du im  Leben viel kämpfen müssen. Wenn Du glaubst, Du bist es nicht wert geliebt zu werden, dann wirst Du viel um Liebe betteln müssen. Wenn Du glaubst, die Welt ist wunderschön und das Leben ist dazu da, um Spaß zu haben und seine Talente auszuleben,  dann wirst Du eine Menge Freude haben.

Glaube und Gott?

Ich selbst habe lange Zeit benötigt, um meine Ablehnung des Gottes-Bildes der Kirchen zu überprüfen. Mit dem Bild des strafenden Gottes, der über uns thront, konnte ich schon als Kind nichts anfangen, also wollte ich damit nichts zu tun haben.  Mein daraus entstandener Glaubenssatz war: Es gibt also keinen Gott und ich brauche auch keinen. Mein Glauben manifestierte sich in meinem Leben und in meinen schwersten Stunden war ich eben allein. Die Ablehnung bestimmter vorgegebener „Bilder"  von Gott haben mich lange Zeit davon abgehalten, mir mein eigenes Bild zu machen.

Dein Verstand kann nicht wissen, ob es Gott gibt, oder nicht. Aber Dein Herz kann daran glauben, solange kein anderer Glaubenssatz dem im Wege steht. Und Dein Leben wird sein, was Du glaubst.

Meine ganz persönliche Erfahrung zum Thema „Glaube und Gott" hat MICH inzwischen völlig überzeugt, dass es genau so ist, wie ich es beschrieben habe. Mein Verstand zweifelt immer noch so manches Mal, aber je stärker mein Herz glaubt,  umso deutlicher werden die schönen Erfahrungen in meinem Leben und umso mehr zieht sich mein Verstand in seinen Kompetenz-Bereich zurück, ins planen, rechnen und bauen.

Glaube und Liebe?

Mein Herz glaubt an die Liebe. Damit meine ich jetzt nicht diese eine romantische Beziehungsliebe. Es ist schön, wenn die besondere Beziehung auch da ist, aber das ist nicht das wichtigste im Leben. Mein Herz glaubt an die Liebe. Damit meine ich die  Liebe zu mir selbst, die Liebe zu meiner Familie, die Liebe zu Mutter Erde, die Liebe zu Mitmenschen, die Liebe zu Gott.

Es ist so schön, dass sich auch hier mein Glauben in meinem Leben wiederspiegelt!

Autor: Ralf Michael Pape


 
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